Bischof Stefan Cichy

Bischof Stefan Cichy – geb. am 30. März 1939 in Pyszowice (Preiswitz) bei Gliwice (Gleiwitz). Im Jahre 1957 begann er mit dem Studium am Höheren Priesterseminar in Kraków (Krakau). Am 23.06.1963 wurde er zum Priester aus den Händen vom Bischof Herbert Bednorz geweiht. 1967-71 studierte er an der Päpstlichen Fakultät für Theologie in Kraków und dann (1971-74) an der Fakultät für katholische Theologie der Wiener Universität, wo er die Doktorwürde in Theologie (Liturgik) erlangte. Er versah seinen Dienst in der Kirche, vornehmend folgende Funktionen: 1963-1968 – Vikar in der Pfarrei St. Stephanskirche in Katowice-Bogucice (Kattowitz- Bogutschütz); 1968-1971 – Vikar in der Dompfarrei in Katowice; 1971-1975 – tätig als Seelsorger in der Pfarrkirche St. Gertrud in Wien; 1975 – Vikar in der Pfarrkirche Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria in Katowice. 26 Jahre lang war er Dozent für Liturgik am Höheren Schlesischen Priesterseminar (seit 1975 in Kraków und seit 1980 in Katowice).

1977-1978 – stellvertretender Rektor des Seminars in Kraków; 1978-1980 – er erfüllt die Pflichten des Rektors im Seminar in Kraków; 1980-1992 – Rektor des Höheren Schlesischen Priesterseminar in Katowice; 1985-1994 – stellvertretender des Diözesanliturgieausschusses in Katowice. Von 1985 bis 2004 – Mitarbeiter der Wochenzeitschrift „Gość Niedzielny“ /“Sonntagsgast“/. 1992-1998 – geistlicher Vater der Priester von der Erzdiözese in Katowice. Seit 1995 - Chefredakteur von „Śląskie Studia Teologiczno-Historyczne“ (Schlesisches Theologie - Geschichtestudium). Vom 11.06.1998 bis zum 29.04.2005 – Generalvikar der Erzdiözese Katowice.

Am 26.08.1998 wurde er zum Hilfsbischof der Erzdiözese Katowice ernannt. Er wurde am 12.09.1998 im Dom Katowice aus den Händen des Erzbischofs Damian Zimonia geweiht. Als Bischofsgedanke wählte er die Worte: „Per Crucem ad Lucem” („Mittels Kreuz zum Licht“).

Aus Anlass des 10. Jubiläums der Bischofsweihe bereiteten die polnischen Liturgiker zwei Gedenkbücher  („Mirabile laudis canticum Liturgie der Stunden: Geschichte und Theologie“ – Universität Opole (Oppeln) und „Theologische Jahrbücher“ – Katholische Universität Lublin /Nr.8 aus 2008/) vor, wo ein reicher wissenschaftlicher Ertrag (über 400 Positionen) eingetragen wurde. Zu ihnen gehören: „Przybądź Duchu Święty. Nabożeństwa na Rok Ducha Świętego”/”Komm Heiliger Geist! Gottesdienst zum Jahr des Heiligen Geistes” (Katowice 1998) und „Uczestnicy czy niemi świadkowie” /”Teilnehmer oder  stumme Zeugen” (Kielce 2005). Die Artikeln wurden u.a. in den Sammelwerken und Zeitschriften:  „Collectanea Theologica”, „Liturgia sacra”, „Ruch Biblijny i Liturgiczny” /“Bibel- und Liturgiebewegung“/, „Śląskie Studia Teologiczno-Historyczne” /Schlesisches Theologie-Geschichtestudiums“/ gesetzt.

Ab 1999 wurde er zum Mitglied des Ausschusses für Gotteskult und Disziplin der Sakramente von der Konferenz Polenepiskopats ernannt und ab 2001 erfüllt er die Funktion des Vorstandvorsitzenden des Ausschusses.

Am 19. März 2005 wurde er vom Papst Jan Paweł II. zu neuem Ordinarius des Bistums Liegnitz ernannt. Das Amt als Ordinarius in Liegnitz hat er am Tag der feierlichen Einführung  - am 30. April 2005 übernommen.

Am 10. Oktober 2007 – am Feier von St. Schlesische Hedwig – eröffnete er die I. Synode der Lignitzer Diözese. Er gründete einige neue Pfarrkirchen, darunter in Dziwiszów /Berbisdorf/, Szczytnica /Martinwaldau/, Złotoryja /Goldberg/